Hyaluronsäure – für eine junge, frische Haut?

Überall kann man von den tollen Eigenschaften dieses Wundermittels lesen und hören. Kein Wunder, dass Hyaluronsäure in den letzten Jahren in aller Munde ist oder besser gesagt in allen Tuben. Hier erscheint die Menge entscheidend für die Qualität von Hautpflege zu sein. Aber braucht die Haut das wirklich und wenn ja ab wann?

Was bewirkt Hyaluronsäure?

Hyaluronsäure ist in unserem Körper allgegenwärtig und sorgt für geschmeidige Bewegungen. Beispielsweise hilft Hyaluronsäure den Bandscheiben, dass diese unser Körpergewicht tragen können. Das gelartige Wundermittel hat die Kraft Wasser in enormem Ausmaß zu binden. Bis zu sechs Liter Wasser können pro Gramm Hyaluronsäure aufgenommen werden. In dem Bindegewebe wird die Feuchtigkeit im Hyaluron gespeichert und sorgt so für eine elastische Haut.

Warum man mit 25 beginnen sollte

Die Hyaluronspeicher in unserem Körper leeren sich ungefähr ab dem 25. Lebensjahr. Bemerkbar macht sich dies durch eine nachlassende Spannkraft der Haut. Ungefähr ab 40 sind die Speicher schon ziemlich leer, dies zeigt sich durch tiefe Linien und Falten. Das kann einen zwar mit 25 noch egal sein, ist dem aber nicht so, so ist die effektivste Möglichkeit, um gegen die späteren Fältchen anzukämpfen, die Speicher bereits bei dem ersten Anzeichen des Abbaus wieder aufzufüllen. Beginnt man bereits im jungen Alter mit der Behandlung mit Hyaluronsäure, hat man die besten Chancen noch mit 50 richtig frisch auszusehen.

Wie wird Hyaluronsäure in der Kosmetik verwendet?

Früher wurde Hyaluronsäure aus tierischen Materialien, wie beispielsweise Hahnenkämmen, hergestellt. Allerdings ist die biochemische Gewinnung aus Mikronährstoffen, beispielsweise aus Weizen um einiges verträglicher, günstiger und aus ethischen Gründen vertretbarer. In den 90er Jahren gewann Hyaluron immer mehr an Bedeutung. Am Anfang gab es immer wieder Probleme in der Anwendung. Die großen Moleküle der Hyaluronsäure konnten nicht tief genug in die Haut eindringen und blieben daher nur an der Oberfläche. Als man aber die Herstellung kleinerer Moleküle entdeckte, hat sich dies geändert. So konnte die Hyaluronsäure tief in die Haut dringen und konnte dort wirken, wo sich auch hingehört.

Hyaluronsäure bewirkt, dank seiner feuchtigkeitsspendenden und feuchtigkeitsbindenden Eigenschaften, dass die Haut prall und strahlend wirkt. . Deshalb wird dieses Wundermittel gerne in der Faltenunterspritzung verwendet. Hierbei wird Hyaluronsäure in die unterste Hautschicht, auch als Lederhaut bezeichnet, injiziert. Das Ergebnis ist sofort sichtbar, allerdings baut sich diese Substanz je nach Konzentration nach drei bis sechs Monaten wieder ab. Nichtsdestotrotz ist die Anwendung der Hyaluronsäure im Anti Aging so beliebt wie nie zuvor, da auch die möglichen Nebenwirkungen sehr gering sind. Durch die Injektion kann es lediglich zu Schwellungen und blauen Flecken kommen.

Allerdings muss das Hyaluron nicht gespritzt werden, sondern kann auch über Kapseln, Gel oder Cremes angewendet werden. Aber dadurch kann der Wirkstoff nicht so tief in die Haut eindringen und der Effekt ist geringer als bei der Faltenunterspritzung.

Sollte man jünger als 25 sein, macht die Anwendung von Hyaluronsäure wenig Sinn, da die Speicher des Körpers noch gut gefüllt sind. Wenn man aber mit der Anwendung ab 25 beginnt, hat man die besten Chancen noch mit 50 Jahren ein Babyface zu besitzen.

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