Bienenpatenschaften – Go for it!

Nahaufnahme einer Bienenwabe mit Bienen.

Bienenpate zu werden, ist in Anbetracht der derzeitigen Entwicklung ein Schritt über den es sich nachzudenken lohnt. Das Bienensterben schreitet seit einiger Zeit in besorgniserregender Geschwindigkeit voran. Und ich selbst kann mich nicht mehr genau erinnern, wann ich meine letzte Biene gesehen habe. Das war vor Jahren anders.

Warum sterben die Bienen?

Die Gründe für das Bienensterben sind die industrielle Landwirtschaft, die Verwendung von Pestiziden, Monokulturen auf Feldern, auf welchen nur eine Getreidesorte wächst, das Einschleppen der Varroamilbe sowie Klimaveränderungen.

Unter der schwindenden Dichte der Bienen leiden 70 Prozent aller Pflanzen auf der Welt, welche von Bienen bestäubt werden. Ohne eine Bestäubung werden diese Pflanzen nicht blühen und somit weniger Früchte hervorbringen. So ist in Deutschland mittlerweile die Bestäubung vieler Pflanzenarten nicht mehr gesichert.

Wie kann man den Bienen helfen?

Das große Problem werden wir selbst nicht lösen können, das ist Aufgabe der Forschung und der Politik. Dennoch gibt es viele kleine und einfache Möglichkeiten ansässige Bienenvölker zu unterstützen – auch in der Stadt: Man kann Honig aus der Region von kleinen Imkern kaufen, seinen Balkon mit blühenden Pflanzen ausstatten und auf den Einsatz von Pestiziden verzichten. Oder aber, man wird ein Bienenpate. Denn mit einer Patenschaft kann man die Tiere nachhaltig unterstützen.

Bienen schwärmen vor einem Bienenstock.
Bild von suju-foto auf Pixabay

Wie funktioniert eine Bienenpatenschaft?

Generell gibt es verschiedenen Systeme, doch meist fördert der Pate bei einer Bienenpatenschaft ein ihm speziell zugeschriebenes Bienenvolk. Der Pate übernimmt gegen seine Spende symbolisch die Patenschaft für ein Volk. Somit unterstützt er die Arbeit der Imker oder der Vereine, welche sich für den Bienenschutz engagieren. Der Pate benötigt also keinen Balkon oder Garten, um den Bienen zu helfen.

Was genau wird unterstützt?

Der Pate entscheidet durch seine Auswahl, wie die Bienen, die er unterstützen will, gehalten werden. Er sollte einen Anbieter wählen, welcher die Imker unterstützt, die die Bienen artgerecht halten und die Völker nach den geltenden Richtlinien versorgen.

Ein Bienenpate fördert generell die Imkerei. Die Bienen können wegen der stark dezimierten Nahrungsquellen nicht mehr selbstständig in der Natur bestehen und sind auf die Imker angewiesen. Die meisten kleinen Imker geben das Hobby jedoch immer häufiger auf, da die Preise für den Honig sinken und die Haltung der Tiere immer aufwendiger wird. Ein Grund ist die Bekämpfung der Varroamilben. Mit seinem Spendenbeitrag trägt der Pate dazu bei, dass sich die Haltung der Bienen wieder lohnt und die Imker sich auch künftig für Bienen einsetzen können.

Honiggläser auf einem Holztisch in der Natur.
Bild von PollyDot auf Pixabay

Was bekommt man für seine Spende?

Neben dem guten Gefühl zum Erhalt der Tiere beizutragen, erhält der Pate als Dank meist eine Unterstützerurkunde, regelmäßige Informationen über sein Bienenvolk und rund um das Thema Bienenschutz und etwas Honig. Je nach Anbieter können das schonmal bis zu sechs Gläser Honig im Jahr von den Patenbienen sein. Bei manchen Patenschaften werden die Völker sogar nach ihrem Paten benannt. Zudem ist es oft erlaubt, dass der Pate sein Bienenvolk beim Imker besucht. Das kann gerade für Kinder eine großartige Möglichkeit sein, spielerisch etwas zum Thema Naturschutz und dem Leben der Bienen aus erster Hand zu erfahren.

Bienenpatenschaften eignen sich auch hervorragend als Geschenke für Freunde, KollegInnen oder Familienangehörige, denn es ist immer das richtige Geschenk: Keiner hat was gegen leckeren Honig, eine Urkunde, die bezeugt, dass man etwas Gutes für die Umwelt getan hat und obendrauf erntet man auch noch Pluspunkte auf seiner Karma-Liste. Was will man mehr.

Empfohlene Artikel