10 Tipps für weniger Müll im Haushalt

Mehr Bewusstsein für die Umwelt, mehr nachhaltig leben mit weniger Plastik und weniger Müll. Es hapert aber oft schon bei der Umsetzung. Unglaubliche 617 kg Müll im Durchschnitt produziert jeder Mensch im Jahr. Beim Einkaufen fällt der meiste Müll ab. Es häuft sich auch einiges beim Schnippeln in der Küche an. Mit vielen Plastikflaschen und Tiegeln geht es im Badezimmer und Putzschrank. Wir können unseren ökologischen Fußabdruck reduzieren, indem wir einfach weniger verschwenden und weniger Müll produzieren.

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie es am einfachsten gelingt.

1. Verpackungsmüll beim Einkaufen sparen

Bei der Planung des Einkaufs können Sie schon den Müll reduzieren. Nehmen Sie Ihre eigene Stofftasche, Korb oder Rucksack zum Einkaufen. Eine Stofftasche kostet nur maximal 2 Euro und nimmt keinen Platz in der Handtasche an. Einmal darin deponiert vergisst man sie nicht mehr und vermeidet ganz leicht die Plastiktüten.

Bringen Sie auch eigene wiederverwendbare Beutel für Obst und Gemüse! Einfach auf dem Markt, beim Asiaten oder beim Türken einkaufen. In manchen Städten gibt es auch Unverpackt-Läden. In diesen Geschäften entsteht am wenigsten Lebensmittelmüll.

Schmeißen Sie die Konserven und Gewürzgläser nicht weg! Einmal gründlich ausgewaschen eignen sie sich super an der Stelle von Tupperware. Verwenden Sie auch Plastikdosen, kaufen Sie aber keine mehr nach! Auch alle möglichen Dinge, die sonst lose gelagert werden, können Platz in Keramik, Metall und Weckgläsern finden.

2. DIY-Produkte verwenden

DIY-Produkte sind absolut in! Nicht nur bei der Einrichtung, sondern auch rund um den Haushalt.

Da der Schwamm öfter im Müll landet, setzen Sie auf eine ökologische Alternative. Kompostierbare Spülbürsten und Baumwolllappen eignen sich super dafür. Machen Sie auch Spülmittel selber: aus ätherischen Ölen, Wasser, Waschsoda und Olivenölseife. Die Spülmaschinen können mit Waschsoda betrieben werden. Klarspüler können Sie dann aus Alkohol, Zitronensäure und Wasser herstellen. Der Sud aus Efeu und Kastanien eignet sich als Alternative zum Waschmittel.

Auch Beautyprodukte können selbst hergestellt werden: Roggenmehl eignet sich für Haare waschen, Apfelessig statt Haarspülung. Zuckerwasser kann Haarspray ersetzen. Unterschiedliche Mischung aus Ölen sind super statt teure chemische Cremes.

Auch täglicher Müll im Badezimmer kann mit waschbaren, genähten Wattepads aus Baumwolle und Abschwaschlappen reduziert werden. Diese können Sie beim Abschminken wiederverwenden.

3. Sagen Sie nein zu Kaffee-Kapseln

Jährlich werden in Deutschland über 3 Milliarden Kaffee-Kapseln verbraucht. Das macht 8.000 Tonnen Kapselmüll aus Aluminium. Zusätzlich kommen 5.000 Tonnen Papier für Verpackung dazu. Diesen Müllberg können wir reduzieren. Nehmen Sie lieber losen Kaffee und Tee.

4. Alles aufessen

Im Durchschnitt werden in Deutschland jährlich 80 Kilogramm Lebensmittel weggeschmissen. Kaufen Sie nur, was Sie brauchen und lassen Sie sich nicht von Sonderangeboten verführen. Sie werden schließlich nicht gebraucht und geraten in Vergessenheit. Machen Sie dann genau Liste zum Einkaufen.

Zu Hause müssen ebenfalls nicht alle Lebensmittel, die Ihr Haltbarkeitsdatum überschritten haben, weggeschmissen werden. Dieses Datum wird sehr knapp angesetzt und viele Lebensmittel sind noch Wochen danach haltbar.

Seien Sie auch kreativ mit den Essensresten! Gemüse noch zu leckeren Smoothies oder Suppen verarbeitet werden.

5. Vorbereitung ist alles

Mit etwas Vorbereitung können Sie jedes Wegwerfprodukt ersetzen. Kaufen Sie sich einen langlebigen Thermokaffeebecher statt einmaligen Pappbechern, nehmen Sie Stoffservietten statt Papier, Jutebeutel für Einkäufer. Es gibt einige Beispiele für die Nachhaltigkeit.

6. Mehr Qualitätsprodukte

Setzen Sie auf langlebige Qualitätsprodukte. Billig-Kleidung, -Geräte und andere Billig-Produkte landen ziemlich schnell im Müll. Ein langlebigeres Produkt hat zwar einen höheren Anschaffungspreis, aber die Nutzungsdauer rechtfertigt diesen. Diese Investition lohnt sich fast immer.

Hierzu gibt es eine interessante Studie vom Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung ISI.

7. Leitungswasser trinken

Weg mit den Plastikflaschen! Leitungswasser kann in Deutschland meistens bedenkenlos getrunken werden. Wofür dann es kaufen? Kaufen Sie sich eine BPA-freie Trinkflasche und befüllen Sie diese mit Wasser aus Wasserhahn. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern schont auch Ihr Geldbeutel.

8. Gegenstände reparieren

Reparatur statt neu kaufen! Oft ist es auch nicht so kompliziert, wie es sich anhört.
Sie können in Internet alle möglichen Anleitungen für Reparaturen finden. Sie können auch Sachen auch einfach zum Schneider oder Schuster bringen.

Anbieter von offenen Werkstätten oder Repair Cafés gibt an vielen Orten. Dort gibt es fachkundige Menschen, die sich mit dem Reparieren auskennen, und die auch das notwendige Werkzeug bereit halten.

9. Alternative Zahnpflege

Zahnbürsten werden regelmäßig weggeschmissen. Setzen Sie auf eine Zahnbürste aus Bambus und eine kompostierbare Zahnseide. Sie können auch gesunde Alternative zur Zahnpasta selbst herstellen: einfach Heilerde, Stevia, Salz, Natron mit Xylitol mischen. Verwenden Sie am besten dabei Salz mit Fluorid.

10. Mit deinen Nächsten teilen

Viele Sachen brauchen Sie nur ganz selten. Leiter oder Akkubohrer kommen nur gelegentlich zum Einsatz. Diese können Sie einfach bei Ihrem Nachbar oder bei einem Freund ausleihen. So sparen Sie auch Geld.

Nachbarschaftshilfe ist am leichtesten mit den direkten Nachbarn im Haus oder in der Umgebung. Um diese auch zu finden und anzusprechen, gibt es mittlerweile Plattformen wie nebenan.de, die den Austausch erleichtern sollen.

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