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1 Woche ohne Plastik

Heute ist ein plastiktütenfreier Tag und aus diesem Anlass mehr zu diesem wichtigen Thema: Ein Woche ohne Plastik hört sich einfach an. Aber Plastik findet sich in unserem Leben überall, im Wasser, im Müll und sogar im Blut. Plastik überschwemmt unsere Umwelt. Allein die Plastiktüten von denen in Deutschland 10.000 Stück pro Minute ausgegeben werden. Viele Bestandteile vom Plastik sind alles andere als gut. Bisphenol A ist ein Grundstoff für Plastik und es wird vermutet, dass er das Erbgut schädigt, und wirkt wie ein Hormon. Phthalate ist ein Weichmacher, der Unfruchtbarkeit, Asthma und Diabetes begünstig.

Wo findet sich überall Plastik?

Obst und Gemüse ist gerne in Plastik verpackt. Wurst und Köse wird in Plastik verpackt, selbst wenn man es an der Theke holt. Joghurt, Pudding alles in Plastik verpackt, genau wie Toilettenpapier, Zahnpasta, Tampons oder Küchenrolle.

Ist der Bioladen eine Alternative?

Der Vorteil, die Wurst und der Käse werden in einem hauchdünnen Papier eingeschlagen. Für Obst und Gemüse gibt es Papiertüten. Positiv ist, dass kein Plastik dabei ist. Negativ ist, dass es oft wesentlich teurer ist als im herkömmlichen Geschäft mit Plastik, was sich nicht jeder leisten kann.

Immer an eine eigene Stofftasche denken

Man kann sich nicht darauf verlassen, dass es in einem Geschäft eine Papiertüte zu kaufen gibt. Hat man seinen eigenen Stoffbeutel vergessen, bleibt einem oft nur die Plastiktüte, aber es wird besser.

Mehr Gewicht, schlechte Öffnungszeiten und viele Geschäfte

Es gibt Joghurt, Milch, Mineralwasser und anderes in Glasflaschen. Damit vermeidet man Plastik, muss bei seinem Einkauf aber viel mehr Gewicht bewältigen. Ein großer Nachteil, wenn man zu Fuß oder mit dem Rad einkaufen muss. Im Supermarkt ist vieles in Plastik verpackt, will man es vermeiden, muss man in ein Fachgeschäft gehen. In einem Fachgeschäft, egal ob Schreibwarenladen oder Bioladen sind die Öffnungszeiten oft enger gesteckt als im Supermarkt, auch die Preise liegen oft höher als im Supermarkt. Manchmal erlebt man hier positive Überraschungen, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Gewohnheiten ändern!

Mit dem Ändern der Gewohnheiten, kann man ebenfalls Plastikmüll vermeiden. Ein Beispiel die Haarwäsche. Es gibt alternative Shampoos, wie Essig oder Roggenmehl. Verwendet man kein herkömmliches Shampoo, benötigt man die Plastikflasche ebenfalls nicht.

Was ist eine gute Alternative zur Plastiktüte und Plastikflasche?

Eine Papiertüte ist laut Deutscher Umwelthilfe nur dann ökologisch besser als eine Plastiktüte, wenn sie mindestens dreimal benutzt wurde. Damit die Papiertüte als Tüte taugen, müssen sie mit viel Chemie behandelt werden und ihre Herstellung benötigt viel Wasser. Das Bundesumweltamt sagt, richtig entsorgte Flaschen werden recycelt. Wasserflaschen werden weit transportiert, müssen zurücktransportiert werden und natürlich vor der neuen Nutzung gereinigt werden. Was ist da besser?

Vermeide nicht nur Plastik, vermeide auch Einweglösungen

Wer die Plastiktüte vermeidet und deswegen zur Papiertüte greift, die nicht so umweltfreundlich ist, wie sie erscheint. Eine ordentliche Tasche kostet mehr, verbrauch mehr Ressourcen, aber sie kann lange genutzt werden. Also gut überlegen und informieren, ehe man etwas ändert, damit man der Umwelt keinen Bärendienst erweist.

Nicht leicht

Der Verzicht auf Plastik ist nicht leicht. Das Plastik durch etwas zu ersetzen, was besser für die Gesundheit und die Umwelt ist, ist nicht so leicht, wie man am Anfang denkt. Wenn man die Sache mit Ruhe angeht und sich gut informiert, wird man einen Teil des Plastiks aus dem Leben nehmen können. Es wird sich immer mal wieder eine gute Alternative finden. Man muss nicht von heute auf morgen alles an Plastik aus seinem Leben verbannen. Der Versuch wird scheitern und man wird entnervt aufgeben. Das wäre schade für die Gesundheit und die Umwelt. Jedes vermiedene Plastikteil zählt.